Das Leben kann manchmal überwältigend sein, besonders wenn wir versuchen, allen Rollen gerecht zu werden – als Elternteil, Partner oder berufstätige Person. Gerade im Alltag mit Kindern wird man oft von Emotionen überflutet, unsere Kinder halten uns so oft den Spiegel vor, dass wir uns kaum noch retten oder ablenken können. Ihr Verhalten triggert uns und es kommt zu emotionalen Flashbacks. Manchmal ist es unmöglich, ruhig zu bleiben, Empathie für unsere Kinder zu bewahren und sich den Emotionen nicht hinzugeben. Auch wir müssen hin und wieder co-reguliert werden, wenn wir selbst aus den Emotionen nicht mehr herauskommen, jedoch ist das nicht immer möglich. Mütter sind oft allein und daher lege ich dir sehr ans Herz legen, daran zu arbeiten, dass du gar nicht erst in den Strudel reingerätst, sondern vorher bewusst wahrnimmst, was passiert, um rechtzeitig einen anderen Weg einschlagen zu können. Denn wenn du dich der Emotion erst einmal hingegeben hast, wird es schwer alleine wieder rauszukommen. Es bleibt allerdings nicht aus, dass du dich in den Momenten, wo du Kapazitäten hast (ohne Kinder bist) dir deine Themen anschaust, damit es im Alltag einfacher werden kann für dich – und nein du musst auch nicht Ewigkeiten in der Vergangenheit rumbohren, zumindest nicht bei allen Themen.
Wir wollen also versuchen den Abstand zwischen Reiz und Reaktion zu vergrössern, um zu agieren anstatt zu reagieren?
In diesem Blogartikel möchte ich dir eine Methode vorstellen, die dir dabei hilft, in schwierigen Situationen, kurz inne zu halten, bewusst wahrzunehmen, um nicht in die Abwärtsspirale zu geraten. Es geht darum, mit deinen eigenen Gefühlen und deinem Körper in Kontakt zu treten und zu lernen, wie du die Gefühle wertfrei annehmen kannst, statt von ihnen kontrolliert zu werden. Am Ende dieses Artikels wirst du wissen, wie du mit den Frey Spiel® Regeln übst die Verbindung zu dir zu halten, um Empathie für dich und dein Kind zu haben.
Falls du dich schon mit Persönlichkeitsentwicklung auseinander gesetzt hast, weißt du vielleicht schon, welche Glaubenssätze dich prägen, das ist ein Riesenschritt und unheimlich wertvoll. Dann geht es für dich jetzt darum, bewusst wahrzunehmen, was in dir bewegt bzw getriggert wird. Solltest du noch ganz am Anfang stehen, würde ich dir empfehlen, erst einmal ins Fühlen zu kommen (etwas was uns als Kinder oft abtrainiert wurde mit “ist doch nicht so schlimm” “nimm dir das nicht zu sehr zu Herzen”) z.B. mit diesen somatischen Übungen.
Um in einem emotionalen Flashback nicht in einen Automatismus abzudriften, empfehle ich dir deinen Körper miteinzubeziehen: Stimme, Atmung, Bewegung.
Diese drei einfachen, aber wirkungsvollen Methoden helfen dir, im Hier und Jetzt zu bleiben und deine Emotionen bewusst wahrzunehmen und anzunehmen, ohne dass sie überhand nehmen.
In diesem eBook habe ich die drei Methoden und wie du sie genau in einem stressigen Moment anwendest ausführlich dargestellt. Zudem stelle ich im eBook die Frey Spiel® Regeln vor und wie du sie für dich in deinem Mama-Alltag nutzen kannst, damit du nachhaltig an deinen Lebensthemen arbeiten kannst, um dir ein Leben zu kreieren, das du dir wünschst.
Das Frey Spiel hilft dir, deine Emotionen bewusst zu spüren, zu benennen und ihnen Raum zu geben. Anstatt dich von deinen Gefühlen überwältigen zu lassen, lernst du, sie liebevoll anzunehmen, schaffst Bewusstsein für deine Lebensthemen und somit eine liebevollere Verbindung zu dir selbst und damit auch für dein Kind. Die Frey Spiel® Regeln helfen dir, tiefsitzende Prägungen zu erkennen und transformieren.
Bist du bereit, deine Emotionen nicht nur zu verstehen, sondern aktiv zu transformieren? Mit den Frey Spiel® Regeln kannst du lernen, in jeder Situation ruhig zu bleiben, mit mehr Empathie zu reagieren und dich selbst immer wieder in den Moment zurückzuholen.
Hol dir jetzt dein Exemplar des eBooks „3 Wege, um aus einer Notsituation wieder im Hier & Jetzt anzukommen“
Lass uns gemeinsam den ersten Schritt in eine bewusstere und liebevollere Zukunft machen – dir und deinen Kindern zuliebe.
Insbesondere wir Mamas haben oft das Gefühl, dass wenn der Partner arbeiten geht, wir zuhause alles selbst bewältigen müssen. Die liebevolle Begleitung der Kinder, der Haushalt und den ganzen anderen organisatorischen Kram. Es fällt uns so schwer nach Hilfe zu fragen oder angebotene Hilfe anzunehmen. Und dann passiert es eben so oft, dass unser Partner nach Hause kommt und irgendwas tut wie z.B. zu lange auf dem Klo sitzen und schon sind wir getriggert und wissen oft gar nicht wieso. Meine Erfahrung ist eben, dass es genau dieser Glaubenssatz ist: Ich muss alles alleine schaffen.
Mit dem Frey Spiel können wir spielerisch einfach unserer Konditionierung auf die Schliche kommen.
Je geübter du mit dem Spiel bist, desto einfacher und schneller kommst du an das, was dich antreibt, auf einmal wirst du dich erinnern an Situationen, die genau diesen Glauben in dir kreiert haben. Lass einfach mal auf dich wirken, was passiert. Lass da sein, was sich zeigt. Versuche nicht zu werten sondern dir milde und liebevoll zu begegnen. Alles, was sich zeigt, darf sein.
Wenn wir in dem Spiel erkannt haben, welchen Glaubenssatz wir leben und verkörpern, erzählt uns unser Verstand auf einmal, was wir uns alles damit kreiert haben, d.h. Situationen, die entstanden sind, die uns genau den Glaubenssatz bestätigen.
Nach Schritt 2 kannst du noch einmal zu Schritt 1 und fühlen wie es dir nun geht. Schon alleine das laute Aussprechen kann so heilsam sein, dass es dir viel besser geht. Du kannst immer wieder zwischen Schritt 1 und 2 wechseln und schauen welche Themen sich noch zeigen wollen. Und das ist auch schon
Schritt Nr. 3 EMPOWER: Spiele solange bis sich eine Verbesserung deines Gemütszustands einstellt.
Und der letzte und wohl wichtigste Schritt ist YOU: es ist dein Spiel, alle Antworten sind in dir, es kann dich jemand begleiten, dir den Raum halten und dich co-regulieren aber nur du kannst dein Spiel spielen und dein Inneres transformieren.
Möchtest du tiefer in das Frey Spiel einsteigen, dann hol dir den Basis-Kurs, dort werden die 4 Schritte sehr genau erläutert mit ganz Erfahrungsschatz und WUNDERvolle Spielideen.
Ich wünsche dir viel Kraft, denk daran kleine Schritte, Schritte rückwärts und auch mal stuck sein – das darf alles sein, sei milde und achtsam mit dir. Du schaffst das!
Du stehst vor einer wichtigen Entscheidung. Dein Verstand erzählt dir alle möglichen Geschichten, du weisst nicht so recht, welcher Geschichte du glauben sollst. Du fühlst dich wie eingefroren und kannst eben keine Entscheidung treffen – das ist typisch für den Freeze Zustand deines Nervensystems. Unglaublich viele Menschen leiden darunter und hängen damit einbisschen in der Schwebe – es geht nicht vorwärts und nicht rückwärts. Das kann unglaublich frustrierend sein.
Der Freeze Zustand ist nichts Schlechtes – im Gegenteil ist es eine Reaktion, die sich in der Vergangenheit in einer ähnlichen Situation bewährt hat. Insofern reagiert dein Nervensystem genau richtig – es greift auf etwas zurück, das als sicher von deinem Körper erfahren wurde und sicher bedeutet hier nicht Sicherheit sondern eine Reaktion, die dich hat überlesen lassen.
Unser Nervensystem hat drei grundlegende Reaktionen auf Stress:
1. Kampf (Fight)
2. Flucht (Flight)
3. Erstarrung (Freeze)
Die Erstarrungsreaktion tritt auf, wenn unser Gehirn die Situation als überwältigend einstuft und entscheidet, dass weder Flucht noch Kampf möglich ist. In diesem Moment „friert“ das Nervensystem ein. Es ist ein Überlebensmechanismus, der uns in lebensbedrohlichen Situationen schützen soll.
Im Freeze-Modus fühlen wir uns oft rastlos, aber dennoch handlungsunfähig. Typische Gefühle sind chronische Erschöpfung, Unentschlossenheit und ein inneres Gefühl der Blockade. Diese Mischung aus hoher Anspannung (sympathische Aktivierung) und gleichzeitiger Erstarrung (parasympathisches Shut-Down) ist wie ein innerer Widerspruch, der uns daran hindert, vorwärtszukommen.
Die gute Nachricht ist: wir können da wieder rauskommen. Mit somatischen Ansätzen und Mobilisierungsübungen kannst du lernen, deinen Körper besser zu spüren, um somit auch dein Nervensystem regulieren zu können (Selbstregulation), somatische Übungen bringen nicht die Heilung per se aber sie sind ein anfänglicher riesiger Schritt, um eine Verbindung zu deinem Körper herzustellen – damit im kritischen Fall (Trigger, emotionaler Flashback) du nicht die Fassung verlierst sondern deine körperliche Symptome besser wahr- und annehmen kannst, ggf dich distanzieren oder anders für dich sorgen kannst. Einen wundervollen Raum und Kurs hat die Nervensystem Akademie dafür geschaffen. Unter anderem wird dort folgendes angestrebt bzw folgende Ansätze sind bei einem Freeze Zustand hilfreich:
• Sicherheit schaffen: Sorge dafür, dass sich dein Nervensystem sicher fühlt, indem du dich mit deinem Körper verbindest, etwa durch Atemübungen oder einen Bodyscan.
• Sanfte Bewegungen: Langsame Bewegungen und Dehnungen helfen, die angestaute Energie im Körper schrittweise zu lösen.
• Klangbäder und Töne: Musik oder das Tönen einfacher Vokale wie „U“ oder „O“ können Blockaden lösen und das Nervensystem beruhigen.
• Körperwärme nutzen: Das Erwärmen von Füßen und Händen kann die Erstarrung auflösen und ein Gefühl von Geborgenheit fördern.
Diese Techniken helfen, die Energie, die im Körper „gefangen“ ist, wieder fließen zu lassen, und schaffen Raum für Entscheidungen und Bewegung nach vorn.
Die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen, ist oft ein Zeichen dafür, dass unser Nervensystem im Freeze Zustand ist. Indem wir den Freeze-Zustand erkennen und lernen, unser Nervensystem zu regulieren, können wir wieder ins Handeln kommen und Schritte vorwärts machen (wobei nur das Erkennen des Freeze Zustandses schon ausreicht um wieder rauszukommen – annehmen ohne Bewertung ist das Stichwort).
Somatische Ansätze bieten eine sanfte und wirksame Möglichkeit, um aus der immobilisierten Mobilisierung wieder rauszukommen. Sei geduldig mit dir selbst – jeder kleine Schritt in Richtung Entspannung und Sicherheit hilft deinem Nervensystem, sich wieder auszubalancieren.
„Manchmal ist die sanfteste Bewegung der größte Fortschritt.“
Der Freeze-Zustand kann auch eine Reaktion auf unverarbeitetes Trauma sein. In solchen Fällen schützt uns das Nervensystem, indem es uns von schmerzhaften Gefühlen und Erinnerungen abschirmt. Durch somatische Übungen kann dein Nervensystem jedoch Schritt für Schritt lernen, auf äußere Reize flexibel zu reagieren (du kannst zunehmend unterscheiden zwischen tatsächlicher Gefahr z.B. einer Grenzüberschreitung und einem emotionalen Flashback). Dieser Prozess ermöglicht einerseits neue Wege im Umgang mit Stress und Herausforderungen und andererseits darf die Lebensfreude für dich wieder sicher werden.
Es ist wichtig zu betonen, dass somatische Übungen allein nicht ausreichen, um tief verwurzelte Traumata zu heilen. Sie erhöhen jedoch unsere Bewältigungsressourcen, sodass wir uns unseren Lebensthemen bewusster und sicherer stellen können.
Mit der Frey Spiel Methode kannst du einen Schritt weitergehen und die zugrunde liegenden Lebensthemen angehen (möchte hier gerne dass nicht jedes Thema aus der Vergangenheit durchgekaut werden muss – aber manche eben schon). Diese Methode basiert auf dem freien Spiel der Kinder, im Spiel verstehen und integrieren sie ihre Umwelt! Kinder können sich prima selbst regulieren, wenn wir sie lassen – durch ihren emotionalen Ausdruck! Emotionaler Ausdruck ist Selbstregulation! Und das kannst du wieder erlernen, für dich nutzen und dein Leben transformieren. Je mehr du dich auf das Spiel einlässt, desto heilsamer wird es.
„Heilung beginnt dort, wo wir den Mut finden, uns selbst wieder zu begegnen.“
Möchtest du aus dem Freeze Zustand rauskommen, dann hole dir den Come into your body Kurs.
Möchtest du nähere Infos zum Frey Spiel, dann schnupper in den Basis Kurs oder schau dich auf meinem Instagram Profil um.
Viel Erfolg und alles Liebe!
Weihnachten, die Zeit der Familie, Gemütlichkeit und Freude, bringt oft auch Herausforderungen mit sich. Zwischen intensiven Gesprächen, Missverständnissen oder kleinen Stressmomenten kann die eigene Gelassenheit schnell auf die Probe gestellt werden. Somatische Übungen helfen dir, ruhig und zentriert zu bleiben – und diese kannst du direkt am Tisch durchführen, ohne dich zurückziehen zu müssen.
Somatische Übungen sind sanfte Bewegungen und Atemtechniken, die dich in Kontakt mit deinem Körper bringen und Stress abbauen. Sie beruhigen das Nervensystem, fördern eine bewusste Körperwahrnehmung und helfen dir, dich trotz äußerer Reize wieder zu zentrieren.
1. Mini-Bodyscan – Entspannung durch Wahrnehmung
• Setze dich bequem auf deinem Stuhl hin, beide Füße fest auf dem Boden.
• Richte deine Aufmerksamkeit nacheinander auf einzelne Körperbereiche: Spüre die Füße, dann die Beine, Hüften, den Rücken und schließlich die Schultern.
• Gehe dabei bewusst mit deiner Aufmerksamkeit durch den Körper und lasse in jedem Bereich Anspannung los.
Diese stille Übung hilft dir, dich zu erden und den Kontakt zu deinem Körper zu stärken.
2. Atem-Anker – Ruhe durch kontrolliertes Atmen
• Lege deine Hände entspannt auf den Tisch oder in deinen Schoß.
• Atme tief in den Bauch ein und zähle dabei langsam bis vier.
• Halte den Atem für zwei Sekunden an.
• Atme anschließend langsam durch die Nase aus, zähle dabei bis sechs.
• Wiederhole diesen Atemrhythmus fünf bis zehn Mal.
Durch die Konzentration auf deinen Atem wird dein Nervensystem beruhigt, und du kannst deine innere Balance wiederfinden.
3. Mikrobewegungen – Spannung lösen
• Drücke mit den Füßen leicht in den Boden, sodass du die Verbindung und Stabilität spürst. Halte den Druck für einige Sekunden und lasse dann los.
• Presse die Handflächen kurz gegeneinander, halte die Spannung und lasse wieder los.
• Ziehe sanft die Schultern in Richtung Ohren, halte für einen Moment, und lasse sie mit einem tiefen Ausatmen sinken.
Diese Übungen bauen unmerklich Anspannung ab und schaffen ein Gefühl von Leichtigkeit im Körper.
Die Weihnachtszeit bringt nicht nur Freude, sondern auch Herausforderungen – und das ist völlig in Ordnung. Mit diesen einfachen, unauffälligen somatischen Übungen kannst du Anspannung loslassen und die Verbindung zu dir und deinem Körper zurück gewinnen. Vertraue aber auch auf deinen eigenen Impuls: sollte dein Körper dir immer wieder das Signal geben, die Weihnachtsrunde zu verlassen, dann darfst du auch diesem Impuls folgen – FÜR dich und nicht GEGEN die anderen.
Möchtest du lernen, wie du somatische Übungen in deinen Alltag integrierst? Come into your body lehrt dich Selbstregulation und stärkt die Verbindung zu deinem Körper! Hier geht’s entlang: Come into your body!
Nach der Geburt eines Kindes verspürt man als Mama ganz natürlich den Instinkt und den Impuls, die Grenzen des Kindes zu verteidigen – auch vor den engsten Verwandten, oder gerade vor denen..
Ich will dir Mut zusprechen, ganz viele Mütter gehen diesen Weg und ja es ist einfach Mega blöd, dass unsere Eltern uns nicht vorgelebt haben, wie wir Grenzen setzen und jetzt stehen wir hier und haben keine Ahnung wie wir das angehen sollen. Du bist nicht alleine und ich gebe dir wertvolle Tipps, sodass du langsame Schritte gehen kannst, um dich darin zu erfahren, dass es gut und sicher ist, Grenzen zu setzen. Soft and slow
Und wie bei allem gilt auch hier: du darfst bei dir anfangen! Du darfst wieder lernen, deine Grenzen wahrzunehmen und zu kommunizieren, damit dein Kind es einfach von dir abschauen kann. Und wenn du es für dich machen kannst, dann wird es dir auch leichter fallen, dein Kind in Schutz zu nehmen
Grenzen sind wie unsichtbare Schutzschilder, die unsere körperliche, emotionale und mentale Gesundheit bewahren. Sie helfen uns dabei:
• Stress und Überforderung zu vermeiden
• gesunde Beziehungen zu führen
• uns selbst treu zu bleiben
Ohne klare Grenzen neigen wir dazu, uns zu verausgaben, weil wir „Ja“ sagen, obwohl wir „Nein“ meinen. Mit der Zeit führt das zu Frustration, Burnout und manchmal sogar zum Verlust unseres Selbstwertgefühls.
Die erste Hürde beim Setzen von Grenzen ist oft, sie überhaupt zu erkennen. Hier sind einige Anhaltspunkte, um dir über deine eigenen Grenzen klar zu werden:
1. Achte auf deine Gefühle
Emotionen sind großartige Indikatoren für Grenzen. Frage dich:
• Wann fühle ich mich unwohl, genervt oder wütend?
• Gibt es Momente, in denen ich mich übergangen oder ausgenutzt fühle?
Allerdings muss man hier einwenig achtsam sein: du darfst zunächst unterscheiden: bin ich getriggert durch etwas, was im Außen passiert was aber an sich keine wirkliche Grenzüberschreitung ist oder wurde meine Grenze tatsächlich überschritten? Ich weiß, es klingt schwer auseinander zu halten, hier ein Beispiel: Dein Freund kommt nach Hause und hat deinen Lieblingskäse vergessen zu kaufen, obwohl du ihn vorher darum gebeten hast und du drehst völlig durch. Hierbei handelt es sich eher um einen emotionalen Flashback, das heißt das wäre der erste Fall. Deine Grenzen werden überschritten, wenn z.B. dir ein Ratschlag oder ein Tipp gegeben wird, OHNE dass du danach gefragt hast oder wenn dir z.B deine Wahrnehmung abgesprochen wird aka “Du bist ja gar nicht alleine” nachdem du versuchst hast, deinem gegenüber zu sagen, dass du dich alleine fühlst.
2. Beobachte deine Energie
Wann fühlst du dich energievoll und wann ausgelaugt? Situationen oder Menschen, die dir Energie rauben, können Hinweise darauf sein, wo Grenzen fehlen.
3. Stelle dir folgende Fragen:
• Was tut mir gut und was nicht?
• Welche Aufgaben oder Erwartungen belasten mich besonders?
• Wann sage ich „Ja“, obwohl ich eigentlich „Nein“ meine?
Indem du diese Fragen ehrlich beantwortest, bekommst du ein besseres Verständnis für deine Bedürfnisse und Grenzen. Und du bekommst auch ein Gefühl, für die Themen, die dich im Leben antreiben und damit kann sich ein Trigger auch lösen. Das heißt, du blickst mit anderen Augen auf eine Situation im Außen. Besonders effektiv ist die Frey Spiel Methode für das Erkennen und Transformieren der eigenen Themen. Die Spielregeln erlernst du im Basiskurs.
Sobald du deine Grenzen erkannt hast, geht es darum, sie klar und respektvoll zu kommunizieren. Das kann anfangs ungewohnt sein, aber mit ein wenig Übung wird es leichter.
1. Kommuniziere klar und direkt
Es ist wichtig, deine Grenzen in einer ruhigen, aber bestimmten Art zu äußern. Anstatt zu rechtfertigen oder auszuweichen, kannst du Formulierungen wie diese verwenden:
• „Ich brauche etwas Zeit für mich.“
• „Bitte respektiere, dass ich heute nicht darüber sprechen möchte.“
• „Ich schaffe das nicht zusätzlich, da ich schon ausgelastet bin.“
2. Übe, „Nein“ zu sagen
Ein einfaches „Nein“ kann unglaublich kraftvoll sein. Es ist völlig in Ordnung, eine Einladung, eine Bitte oder eine Aufgabe abzulehnen, ohne lange Erklärungen abzugeben. Beispiel:
• „Danke, dass du mich gefragt hast, aber ich kann das nicht übernehmen.“
3. Setze Konsequenzen
Wenn Menschen deine Grenzen nicht respektieren, ist es wichtig, konsequent zu bleiben. Zum Beispiel:
• „Wenn du weiter so mit mir sprichst, werde ich das Gespräch beenden.“
• „Wenn du nicht pünktlich bist, werde ich nicht länger warten.“
Indem du Konsequenzen ankündigst und durchsetzt, signalisierst du, dass deine Grenzen ernst genommen werden müssen.
4. Nutze Ich-Botschaften
Anstatt Vorwürfe zu machen, formuliere deine Bedürfnisse aus deiner Perspektive:
• „Ich fühle mich überfordert, wenn du mich ungefragt anrufst. Bitte schreibe mir vorher eine Nachricht.“
Das klingt weniger anklagend und erleichtert es dem Gegenüber, deine Grenze zu akzeptieren.
Leider wird es Menschen geben, die deine Grenzen ignorieren oder bewusst übergehen. In solchen Fällen kannst du:
• deine Position bekräftigen: Bleibe ruhig, aber klar in deiner Haltung.
• deine Konsequenzen durchsetzen: Wenn jemand wiederholt deine Grenzen verletzt, überlege, wie du den Kontakt minimieren oder neu gestalten kannst.
Denke daran: Deine Grenzen zu schützen ist kein Egoismus, sondern ein Zeichen von Selbstachtung.
Wenn du dich schuldig fühlst, weil du Grenzen setzt, erinnere dich daran:
• Du bist nicht verantwortlich für die Enttäuschungen oder Reaktionen anderer.
• Deine Bedürfnisse sind genauso wichtig wie die der anderen.
• Durch das Setzen von Grenzen stärkst du langfristig deine Beziehungen.
Auch Schuldgefühle kannst du dir mit dem Frey Spiel anschauen, du wirst schnell dorthin kommen, zu erkennen, wo diese Gefühle herkommen und dann wird es dir leichter fallen, sie loszulassen bzw. dein mindset richtet sich anders aus.
Grenzen zu setzen ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Es ist ein Akt der Selbstliebe und der Schlüssel zu einem ausgeglichenen, erfüllten Leben. Der erste Schritt ist, dich selbst besser kennenzulernen und auf deine Gefühle und Bedürfnisse zu hören. Der zweite Schritt ist, sie klar und konsequent zu kommunizieren.
Es mag anfangs ungewohnt sein, aber mit jeder Grenze, die du setzt, wirst du spüren, wie du mehr Raum für dich selbst gewinnst – Raum für deine Wünsche, deine Energie und dein Wohlbefinden.
Das Gleiche trifft auch auf dein Kind zu – Übung macht den Meister, und je kleiner dein Baby, desto mehr darfst du auf jeden kleinsten Impuls hören – vertrau auf deine Intuition! Die Verbindung zu deinem Körper trainierst du mit somatischen Übungen und das Bewusstwerden und Transformieren der Glaubenssätzen ist möglich mit dem Frey Spiel.
Denk immer daran, auch kleine Schritte haben grosse Wirkung, sei geduldig und achtsam mit dir und deinen Kindern!
Alles Liebe!
Wer bist du, wenn du …
• vertraust, statt zu kontrollieren?
• loslässt, statt festzuhalten?
• zulässt, statt zu perfektionieren?
• fühlst, statt zu kompensieren?
Für viele Menschen ist diese Frage erschreckend, denn sie führt zu einem Zustand der Leere. Dieses Gefühl, nicht zu wissen, wer man hinter all den Rollen, Geschichten und Schutzmechanismen wirklich ist, kann Angst machen. Doch genau hier liegt der Schlüssel zur Freiheit.
Warum fühlt sich Veränderung manchmal unsicher an?
Unser Nervensystem schützt uns, indem es das Bekannte als sicher einstuft – auch wenn dieses Bekannte nicht unbedingt Freude, Liebe oder Fülle bedeutet. Diese Schutzmechanismen sind oft das Ergebnis von Erlebnissen aus der Kindheit oder sogar aus den Erfahrungen unserer Ahnen.
Transgenerationale Traumata beeinflussen unser Verhalten unbewusst. Doch was wir von früher übernommen haben, müssen wir nicht behalten. Indem wir uns bewusst von diesen Mustern lösen, schaffen wir Raum für Wachstum, Verbindung und Selbstbestimmung.
Durchfühlen, um Freiheit zu finden
Das Gefühl der Enge, das immer wiederkehrt, ist ein Zeichen dafür, dass wir durch alte Emotionen hindurchgehen müssen, um sie endgültig loszulassen. Mit dem Frey-Spiel kannst du spielerisch in dein Unterbewusstsein eintauchen, unbewusste Überzeugungen aufspüren und transformieren.
Das Ziel: Nicht mehr kompensieren oder kontrollieren, sondern fühlen, loslassen und zulassen. Denn auf der anderen Seite dieser Gefühle wartet ein Leben voller Leichtigkeit, Fülle und Freiheit.
Die Schritte des Frey-Spiels: Dein Weg zur Transformation
1. Fühle: Erkenne die Enge, die Emotionen und Gedanken in dir. Sie sind da, um dich auf etwas hinzuweisen.
2. Gib Raum: Lass die Emotionen durch Bewegung, Worte oder Klang fließen. Drücke sie kreativ aus.
3. Stärke dich: Halte den Raum, bis sich ein Gefühl der Weite oder Freude einstellt, und verstärke dieses Gefühl bewusst.
4. Übernimm Verantwortung: Es ist dein Spiel. Indem du loslässt, was nicht zu dir gehört, findest du zu deiner wahren Identität.
Tauch tiefer in die 4 Schritte des Frey Spiel mit dem Basis Kurs.
Loslassen, was nicht deins ist
Ein wichtiger Aspekt des Prozesses ist das bewusste Zurückgeben von Lasten, die du übernommen hast. Dankbarkeit gegenüber deinen Ahnen ist wichtig, doch das bedeutet nicht, dass du ihre Geschichten weitertragen musst. Durch das Frey-Spiel kannst du diese Themen in Leichtigkeit und ohne Verurteilung lösen.
Dein Weg zu Fülle, Liebe und Freiheit
Das Frey-Spiel zeigt dir, dass Veränderung leicht und spielerisch sein kann. Wenn du dich den tiefsten Gefühlen stellst, erlebst du, dass du unendlich machtvoll bist. Diese innere Transformation bringt nicht nur dir Frieden, sondern wirkt sich positiv auf deine Beziehungen und dein Umfeld aus.
Ich bin Karolina, Frey-Spiel®-Coach, und begleite dich auf deiner Reise zu dir selbst.
**Schreibe mir für 1:1-Begleitung und erfahre Dich in Deinem Spiel**
Elternsein ist erfüllend, aber auch herausfordernd. Viele von uns kennen diese Momente, in denen wir unsere Kinder anschreien, obwohl wir es nicht wollen. Es fühlt sich an, als würden wir die Kontrolle verlieren.
Warum passiert das? Unsere Handlungen in solchen Situationen spiegeln oft unbewusste Glaubenssätze und Erfahrungen aus der eigenen Kindheit wider. Doch die gute Nachricht ist: Mit dem Frey-Spiel kannst du diese Muster erkennen und verändern.
Warum reagieren wir manchmal „automatisch“?
Wenn wir in stressigen Momenten explodieren, liegt das oft an unregulierten emotionalen Zuständen. Das Gehirn aktiviert alte Schutzmechanismen, die uns unbewusst antreiben. Doch was können wir tun, um nicht mehr auf „Autopilot“ zu reagieren?
Hier sind die wichtigsten Grundlagen für emotionale Regulation:
Körperliche Bedürfnisse checken:
• Habe ich genug gegessen und getrunken?
• Habe ich genug geschlafen?
• Muss ich gerade zur Toilette?
Um deinen Körper spüren zu lernen, wirf einen Blick in Come into your body.
Frische Luft und Sonne tanken: Besonders am Morgen kann Tageslicht deine Energie und Stimmung positiv beeinflussen.
Indem du dich um deine Grundbedürfnisse kümmerst, stärkst du deine Fähigkeit, in schwierigen Situationen reguliert zu reagieren.
Die Kraft des Frey-Spiels: Alte Wunden heilen
Um tief sitzende Muster wirklich zu verändern, braucht es mehr als nur Achtsamkeit. Das Frey-Spiel ermöglicht dir, in dein Unterbewusstsein einzutauchen, die Wurzeln deiner Trigger zu erkennen und neue Perspektiven einzunehmen.
So funktioniert das Frey-Spiel:
1. Fühle: Spüre in dich hinein – welche Gedanken, Gefühle oder körperlichen Empfindungen treten auf?
2. Gib Raum: Drücke diese Emotionen kreativ aus – durch Bewegung, Summen, Worte oder Gesang. Wichtig: Gehe ganz in den Prozess hinein.
3. Stärke das Positive: Wiederhole den Prozess, bis sich ein Gefühl der Leichtigkeit oder Freude einstellt. Dehne dieses Gefühl bewusst aus.
4. Übernimm die Verantwortung: Du entscheidest, wie tief du gehen möchtest. Das Frey-Spiel ist dein persönlicher Weg, um Selbstbewusstsein und Freiheit zu entwickeln.
Elternsein mit neuer Energie und Verbindung
Stell dir vor, wie es wäre, wenn du in schwierigen Momenten ruhig bleiben könntest. Wenn du deinen Kindern ein Vorbild für emotionale Stärke und Verbindung wärst. Genau das ist möglich, wenn du alte Glaubenssätze loslässt und neue Überzeugungen stärkst:
• Ich bin in Verbindung.
• Ich bin genug.
• Ich darf um Hilfe bitten.
• Ich bin wertvoll.
Diese Transformation beginnt bei dir. Deine Selbstarbeit wird sich nicht nur in deinem Leben, sondern auch in deinen Beziehungen widerspiegeln.
Ich bin Karolina, Frey-Spiel®-Coach, und begleite dich auf deiner Reise zu dir selbst.
**Schreibe mir für 1:1-Begleitung und erfahre dich in deinem eigenen Spiel. Transformiere deine Glaubenssätze und entdecke dein Potenzial**
Hast du dich jemals gefragt, warum bestimmte Muster in deinem Leben immer wiederkehren? Oft liegt die Antwort in deiner Konditionierung:
• „Ich bin allein.“
• „Ich bin nie genug.“
• „Ich muss immer alles alleine schaffen.“
• „Ich bin nicht wertvoll.“
Solche Überzeugungen formen nicht nur dein Selbstbild, sondern auch deine Beziehungen und Erfahrungen. Doch was wäre, wenn du das Gegenteil verkörpern könntest?
• Ich bin in Verbindung.
• Ich bin immer genug.
• Ich darf um Hilfe bitten und sie annehmen.
• Ich bin unverhandelbar wertvoll.
Glaubenssätze verändern mit dem Frey-Spiel
Das Frey-Spiel ist eine Methode, um ins Bewusstsein zu bringen, welche Überzeugungen dich unbewusst leiten, und diese in einem kreativen und kraftvollen Prozess zu transformieren:
Erkenne, was in dir vorgeht: Welche Gedanken beschäftigen dich? Wie fühlt sich dein Körper dabei an? Unser Körper ist ein Spiegel unserer Emotionen und oft auch unserer unbewussten Glaubenssätze.
Nutze Bewegung, Gesang oder Worte, um deinen Empfindungen Ausdruck zu verleihen. Gehe „all in“ – dein Gehirn unterscheidet nicht zwischen Spiel und Realität, wodurch du neue emotionale Zustände verankern kannst.
Wiederhole den Prozess, bis sich eine spürbare Veränderung einstellt. Wenn du ein Gefühl der Weite, Freude oder Leichtigkeit erreichst, dehne es bewusst aus.
Du bist der Schlüssel zur Veränderung. Niemand kann diesen Prozess für dich übernehmen, aber mit Mut, Geduld und Hingabe kannst du selbst tiefe Transformation erfahren.
Warum das Frey-Spiel funktioniert
Das Frey-Spiel hilft dir, verborgene Themen in deinem Unterbewusstsein zu entdecken. Es bringt dich in den Flow und eröffnet dir die Möglichkeit, neue Überzeugungen zu erschaffen. Indem du aktiv mit deinem Körper und Geist arbeitest, kannst du alte Muster durchbrechen und das Leben gestalten, das du dir wünschst.
Sei dir gewiss: Veränderung beginnt bei dir
Was wäre, wenn du nicht nur deine eigenen Glaubenssätze transformierst, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Menschen um dich herum ausübst? Deine Kinder, deine Partner und deine Freunde profitieren von der Wahrheit, die du in dir erschaffst.
Du bist machtvoll! Warum solltest du nicht auch das Gegenteil von Schmerz und Zweifel erschaffen können?
Möchtest du, die 4 Schritte in Tiefe verstehen, ausprobieren und dein Potenzial entdecken? Hier gehts lang zum Basiskurs.
Probiere es aus und entdecke dein Potenzial.
Oft sind wir damit beschäftigt die Gründe für unser Unglücklicksein, unser Unbehagen und unsere schlechte Laune im Außen zu suchen: der Partner hört nicht zu, die Kinder sind zu viel und die Schwiegermutter hat mal wieder zu viel ungefragte Meinung.
Jedoch machen wir uns damit immer abhängig, wir machen unsere Lebensfreude, unsere Zufriedenheit und unser Wohlergehen von den Umständen im Außen abhängig. Wir geben die Verantwortung ab. Wir nähren das, was unser Verstand uns tagtäglich erzählt: du bist nicht gut genug, du bist alleine, du hast keine Stimme usw. Der Verstand übersetzt das was du in deinem Unterbewussten gespeichert hast. Diese Überzeugungen und Prägungen sind alle in deinem Unterbewusstsein, basierend auf den Erfahrungen, die du in deinem Leben insbesondere als Kind gemacht hast. Und das Unterbewusstsein ist mächtig, die Wissenschaft geht davon, dass 95% deiner Entscheidungen unbewusst gelenkt sind!
Du kannst aber das Unbewusste bewusst machen. Du kannst es spielerisch leicht aufdecken, du kannst in Rollen schlüpfen, Perspektiven wechseln und ein anderes Gefühl verkörpern: mach aus “Ich bin nicht gut genug” ein “Ich bin immer genug” und aus “Ich bin nichts wert” ein “Ich bin unverhandelbar wertvoll”. Warum das funktioniert: weil ein großer Teil deines Gehirns nicht unterscheiden kann zwischen Spiel und Realität und auch micht zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft!
Das alles geht mit dem Frey Spiel, FREY steht für die 4 Schritte:
FEEL: Fühle was da ist, welche körperlichen Symptome zeigen sich, wie ist deine Atmung/Körperhaltung usw.
REPLAY: mach das was dich innerlich beschäftigt im Außen sichtbar, spiele damit und verändere es, dein Gehirn kann nicht zwischen Spiel und Realität unterscheiden.
EMPOWER: spiele so lange weiter bis eine Verbesserung deiner Gefühlslage eintritt (kreiere neue Nervenbahnen).
YOU: es ist dein Spiel, es beginnt mit dir, du darfst die Entscheidung treffen, hinzuschauen!
Willst du tiefer in das Spiel einsteigen und dein Leben verändern, dann schau dir den Basiskurs an, dort werden die vier Schritte detailliert erläutert, sodass du direkt mit sem Frey Spiel loslegen kannst.
Sei mutig und geh los für dich!
Vom Kopf in den Körper: Wie wir unser Nervensystem regulieren können
In einer Welt, die von ständiger Reizüberflutung und mentaler Überforderung geprägt ist, fühlen wir uns oft „im Kopf gefangen“. Unsere Gedanken kreisen, der Körper fühlt sich unruhig an, und das Nervensystem bleibt im Alarmmodus. Doch genau hier liegt der Schlüssel zur Selbstregulation: Wir können lernen, vom Kopf in den Körper zu kommen – und so unser Nervensystem beruhigen.
In diesem Blogbeitrag schauen wir uns an, warum es so wichtig ist, den Körper in die Regulation einzubeziehen und welche praktischen Techniken uns dabei helfen können.
Das Nervensystem steuert unser Stressempfinden, aber es unterscheidet nicht immer zwischen realen Gefahren und eingebildeten Sorgen. Ein intensives Gedankenkarussell aktiviert oft unser sympathisches Nervensystem, das für Kampf-oder-Flucht-Reaktionen verantwortlich ist. In diesen Momenten sind wir nur im Kopf, unser Körper wird dabei zum Nebenschauplatz.
Doch die gute Nachricht: Der Körper kann als Brücke dienen, um das Nervensystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sobald wir unsere Aufmerksamkeit auf körperliche Empfindungen lenken, wird das parasympathische Nervensystem – der Teil, der für Entspannung und Regeneration zuständig ist – aktiviert. So können wir aus dem Kopf aussteigen und in den Moment eintauchen.
Atemübungen: Den Rhythmus des Lebens spüren
Der Atem ist eine direkte Verbindung zwischen unserem Geist und Körper. Wenn wir gestresst sind, wird unser Atem oft flach und hektisch. Indem wir bewusst langsamer und tiefer atmen, können wir das Nervensystem beruhigen.
• Übung: Atme vier Sekunden lang ein, halte den Atem für vier Sekunden, und atme dann sechs Sekunden lang aus. Wiederhole dies für ein paar Minuten. Der verlängerte Ausatem aktiviert den Entspannungsmodus.
2. Körper-Scanning: Aufmerksamkeit für den ganzen Körper
Gedanken können überwältigend sein, aber unser Körper erzählt eine andere Geschichte. Beim Body-Scan lenken wir unsere Aufmerksamkeit nacheinander auf verschiedene Körperteile und spüren, wie sie sich anfühlen.
• Übung: Lege dich hin oder setze dich bequem hin. Beginne mit den Füßen und frage dich: „Wie fühlen sie sich an? Sind sie warm oder kalt? Gibt es Spannungen?“ Wandere langsam durch deinen gesamten Körper bis zum Kopf.
3. Bewegung: Spannung loslassen
Körperliche Aktivität hilft, festsitzende Energien aus dem Körper zu lösen und Stress abzubauen. Besonders sanfte Bewegungen wie Yoga, Tanzen oder Spazierengehen fördern die Verbindung zwischen Geist und Körper.
• Übung: Schüttle dich für eine Minute kräftig durch. Lass die Arme und Beine locker schwingen. Diese einfache Bewegung löst oft Spannungen, die wir nicht bewusst wahrnehmen.
4. Berührung und Erdung: Sich wieder spüren
Der Kontakt mit dem eigenen Körper oder mit der Umwelt kann beruhigend wirken. Das sogenannte „Grounding“ hilft, die Verbindung zur Realität zu stärken.
• Übung: Lege eine Hand auf dein Herz und die andere auf deinen Bauch. Spüre die Wärme deiner Hände und konzentriere dich auf das Heben und Senken deines Brustkorbs. Alternativ kannst du barfuß auf Gras oder Erde gehen, um dich mit der Natur zu verbinden.
5. Achtsamkeit: Den Moment wahrnehmen
Achtsamkeit bedeutet, den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen, ohne ihn zu bewerten. Dies lenkt die Aufmerksamkeit vom Kopf auf das Hier und Jetzt – und damit oft auf den Körper.
• Übung: Finde einen ruhigen Ort, setze dich hin, und achte auf fünf Dinge, die du sehen kannst, vier Dinge, die du fühlen kannst, drei Dinge, die du hören kannst, zwei Dinge, die du riechen kannst, und eine Sache, die du schmecken kannst. Sprich alles unbedingt laut aus „Ich sehe../Ich fühle/.. usw.“ Besinne dich!
Sprich am Ende laut aus: „Jetzt in diesem Moment bin ich in Sicherheit!“ Versuche wahrzunehmen wie es sich anfühlt, ohne zu werten. Mache diese Übungen mindestens 4 Wochen (und am besten IMMER) und schau wie genau dieses Gefühl sich wandelt!
Vom Kopf in den Körper zu kommen, bedeutet nicht, die Gedanken vollständig abzuschalten – das ist unmöglich. Es geht vielmehr darum, ihnen weniger Raum zu geben und den Körper als Ressource zu nutzen. Ein reguliertes Nervensystem gibt uns die Möglichkeit, uns sicher, geerdet und entspannt zu fühlen, selbst in schwierigen Situationen.
Diese Techniken sind wie Werkzeuge, die wir jederzeit anwenden können. Sie helfen uns, im Moment zu sein und eine Balance zwischen Geist und Körper herzustellen. Denn wenn der Körper sich sicher fühlt, folgt der Geist.
Falls du Schwierigkeiten, selbst die ersten Schritte zu machen, dann ist das Come into your body eine super Investition für Dich!
Probier es aus – dein Nervensystem wird es dir danken!