Die Kirschblüte begeistert im Frühjahr Menschen in aller Welt, aber in Japan geht man dabei noch einen großen Schritt weiter: Als Hanami wird die Kirschblüte jedes Jahr mit zahlreichen Festen gefeiert, bei denen die Schönheit der Natur bewusst wahrgenommen und bewundert wird. Für den Besitzer des einzigartigen Rolls-Royce Phantom Cherry Blossom gibt es dieses Gefühl nun ganzjährig, denn in der hochgradig individualisierten Luxuslimousine lässt sich die Kirschblüte auf jeder Fahrt erleben.
Und obwohl man meinen könnte, dass bei Rolls-Royce Bespoke schon fast alles einmal gemacht wurde, gibt es tatsächlich eine echte Premiere an Bord: Die einzelnen Blüten des großen Kirschbaums am Dachhimmel sind als 3D-Stickerei ausgeführt – und wie im echten Leben befinden sich einige Blütenblätter nicht mehr am Baum, sondern haben sich bereits in der Umwelt verteilt. Bei den gestickten Blüten des Rolls-Royce Phantom Cherry Blossom handelt es sich ausnahmslos um Unikate, jede ist von Hand geformt und modelliert und anschließend individuell positioniert.
Durch ihre Erhabenheit ergänzen die Blüten auch die Innenraumbeleuchtung und sorgen an einigen Stellen für sanfte Schatteneffekte. Auf dem Weg zum einzigartigen Innenraum vergingen sechs Monate Planung, schließlich wurden allein für den Dachhimmel in wochenlanger Handarbeit mehr als 250.000 Stiche gesetzt. Dass im Phantom Extended Wheelbase mehr als genügend Platz zum Erleben der Handwerkskunst ist, versteht sich von selbst.
Im Vergleich zum extrem aufwändigen Interieur ist das Exterieur beinahe gewöhnlich, aber auch hier spielt die Kirschblüte eine dezente Rolle: Die von Hand gemalte Coachline, die sich normalerweise fast auf der gesamten Länge der knapp sechs Meter langen Limousine erstreckt, wird auf dem vorderen Kotflügel von einer kleinen Kirschblüte unterbrochen und lädt mit einem vorgezogenen Abschluss auf halber Höhe der Fond-Türen zum Einsteigen ein.
Vollendet wird das Genuss-Erlebnis vom BMW-V12 unter der langen Haube, der auch im Phantom Cherry Blossom mit 571 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment souveränen Vortrieb auf höchstem Niveau verspricht.
Noch liegen längst nicht alle Zahlen für den März und damit auch das 1. Quartal 2025 vor, aber ein Trend der letzten Monate hat sich auf jeden Fall fortgesetzt: Tesla befindet sich weiter in einem Abwärtsstrudel und muss auf einigen Märkten deutliche Verluste in Kauf nehmen. Weltweit hält sich der Rückgang in Q1 2025 noch in Grenzen, laut Tesla gingen die Verkaufszahlen “nur” um 13 Prozent auf 336.681 Einheiten zurück. Auf vielen Einzelmärkten zeigt sich jedoch ein deutlich dramatischeres Bild, denn zweistellige Rückgänge sind derzeit eher die Regel als die Ausnahme.
China zählt dabei mit einem Rückgang um nur 11,5 Prozent noch zu den Stützen der Marke, die derzeit massiv unter den politisch fragwürdigen Äußerungen und Ansichten von Elon Musk leidet. In Frankreich gingen die Tesla-Verkäufe hingegen um 37 Prozent zurück, in Schweden liegt das Minus sogar bei 64 Prozent. Rund zwei Drittel weniger Kunden als im Vorjahr fand Tesla auch in Dänemark und den Niederlanden – und auch wenn diese Märkte in absoluten Zahlen nicht die größte Rolle für den Gesamtabsatz spielen, sind sie doch deutliche Indikatoren für die aktuelle Zurückhaltung vieler potenzieller Tesla-Kunden.
Genau wie einige andere Autobauer zählt auch BMW zu jenen Marken, die von der aktuellen Tesla-Schwäche profitieren könnten und es vermutlich auch schon tun. In Gänze werden sich die Auswirkungen von Musks politischem Engagement zwar erst in den kommenden Monaten zeigen, weil bei den Neuzulassungen des ersten Quartals natürlich auch lange vor dem Jahreswechsel ausgelöste Bestellungen eine wichtige Rolle spielen, aber die Elektroautos von BMW konnten sich dennoch weiter steigern.
Konkrete Zahlen lieferten hierfür bereits die USA, wo der BEV-Absatz der Münchner um deutliche 26,4 Prozent zulegen konnte. Größter Wachstumstreiber war dabei der im letzten Jahr aufgefrischte BMW i4, der sich um 57 Prozent steigern konnte und sicher von manchen Kunden als Alternative zum Tesla Model 3 gewählt wurde. Auch in Kanada legte der BMW Elektro-Absatz in Q1 2025 um 8,0 Prozent zu, Zahlen zu weiteren Märkten dürften in den nächsten Tagen folgen.
Als das BMW Werk Leipzig vor wenigen Wochen die Stückzahlen aller gebauten Modelle genannt hat, kam innerhalb kurze Zeit erste Unruhe unter den Fans des BMW 1er M Coupé auf: War dort wirklich von 6.342 Einheiten die Rede? Wie passt das zur bisher kursierenden Zahl von 6.309 Exemplaren? Die Antwort gab es auf Nachfrage der E82-Experten vom 1ermregister: In gewisser Weise sind beide Zahlen korrekt, denn während 6.309 1er M Coupé für den Verkauf an Endkunden bestimmt waren, benötigte BMW noch 33 weitere Exemplare für interne Zwecke – Prototypen zur Erprobung der Produktion, für Crashtests und natürlich für zahlreiche Test- und Entwicklungs-Kilometer im getarnten Zustand.
Ein beträchtlicher Anteil der 6.309 BMW 1er M Coupé wird sich auch in diesem Jahr wieder auf der Nürburgring Nordschleife einfinden: Wie schon in den beiden letzten Jahren organisiert das 1ermregister eine große Zusammenkunft, die 2025 vom 19. bis 21. September im Rahmen des 1.000-Kilometer-Rennens stattfinden wird. Im letzten Jahr kamen insgesamt 94 Fahrzeuge aus 13 Ländern in die Grüne Hölle und es ist das erklärte Ziel, in diesem Jahr erstmals die 100er-Marke zu knacken. Basis dafür sind die 462 bereits im Register geführten Fahrzeuge, von denen einige auch außerhalb Europas unterwegs sind.
Großes Highlight des Treffens wird der Nordschleifen-Corso am Samstag Vormittag sein, bei dem die legendäre Strecke für zwei Runden exklusiv von den BMW 1er M Coupés der Teilnehmer befahren werden darf. Am Sonntag Morgen können Rennstrecken-Fans weitere Kilometer auf dem Nürburgring GP-Kurs sammeln und ihrem Fahrzeug so artgerechten Auslauf gönnen.
An vielen Fahrzeugen wird dabei auch eine silberne Plakette zu sehen sein, die das 1ermregister exklusiv anfertigen lässt: Die Edelstahl-Plakette kommt nicht nur mit einer Laser-Gravur der Silhouette des Fahrzeugs, sondern auch mit einer Unterschrift des damaligen M-Chefs Kay Segler sowie der individuellen Nummerierung – anhand der Fahrgestellnummer lässt sich exakt feststellen, das wievielte 1er M Coupé in der eigenen Garage steht. Genau diese Zahl kann mit der Plakette einen festen Platz auf der Mittelkonsole des 340 PS starken Kompaktsportlers finden.
Gal
Nicht nur aus europäischer Sicht haben die USA schon ruhigere Zeiten erlebt als Anfang 2025, denn seit dem Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump steht hinter so mancher Selbstverständlichkeit der letzten Jahrzehnte ein großes Fragezeichen. BMW of North America hat sich davon zumindest im 1. Quartal 2025 nicht ausbremsen lassen und meldet stattdessen einen stabilen Absatz: 87.615 Einheiten entsprechen einer Steigerung um 3,7 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres und zeigen, dass deutsche Autos auch weiterhin gefragt sind. Gleiches gilt offenbar für britische Fahrzeuge, denn MINI konnte sich sogar um 9,5 Prozent auf 6.976 Einheiten steigern.
Für das zweite Quartal und die folgenden Monate steht dennoch ein großes Fragezeichen hinter dem US-Absatz, schließlich dürften die angekündigten Zölle auf importierte Fahrzeuge für höhere Preise und entsprechende Zurückhaltung bei potenziellen Kunden sorgen. Immerhin kann BMW of North America dabei auf ein solides Fundament von heimisch produzierten Fahrzeugen bauen, denn die in den USA besonders gefragten SUV-Baureihen X3, X4, X5, X6, X7 und XM werden bekanntlich im Werk Spartanburg in South Carolina gebaut.
Beim Blick auf den US-Absatz der einzelnen Baureihen in Q1 2025 liegen die SUV-Baureihen auf den ersten Blick nur hauchdünn vor den Pkw-Baureihen, allerdings zählen die kompakten SUV X1 und X2 dabei zu den Pkw. Würde man die beiden in Regensburg gebauten Einstiegsmodelle mitzählen, stünden die X-Modelle für rund 60 Prozent des Absatzes.
Meistverkaufte Baureihe war im ersten Quartal erneut der BMW X5, der in den USA seit Jahrzehnten zu den gefragtesten Modellen zählt. Vergleichsweise schwach ist der Ende letzten Jahres auf den Markt gebrachte BMW X3 (G45) ins neue Jahr gestartet – ob es sich hierbei um einen generellen Trend oder eine Momentaufnahme im Zusammenhang mit dem Modellwechsel handelt, müssen die nächsten Monate zeigen.
Vor allem dank des i4 schafft es die 4er-Reihe in Q1 2025 noch knapp vor den X3, knapp 60 Prozent der in den USA verkauften 4er wurden ohne Verbrennungsmotor bestellt. Der i4 war damit auch das meistverkaufte Elektroauto von BMW und legte um imposante 57 Prozent zu. Insgesamt konnte der Elektro-Absatz um 26,4 Prozent auf 13.538 Einheiten gesteigert werden.
Setzt sich der BMW M2 Dakar ins Fahrwasser von Porsche 911 Dakar und Lamborghini Huracán Sterrato? In der gestern gezeigten Form sicherlich nicht, denn die auf dem Account von BMW M präsentierten Renderings entsprechen eher einer waschechten Rallye-Version und könnte auch aus den Hallen des Teams X-Raid stammen: Heftig verbreiterte Kotflügel, Stollenreifen, Unterfahrschutz und mehrere Zentimeter mehr Bodenfreiheit, Zusatz-Beleuchtung in den Nieren und am Dach-Aufbau zum Transport eines Ersatzrads – all das lässt daran zweifeln, dass dieser Rallye-M2 tatsächlich ein Kennzeichen und eine reguläre Straßenzulassung benötigt.
In etwas entschärfter Form könnte ein Fahrzeug im Sinne des BMW M2 Dakar aber durchaus Realität werden: Wie uns Vertriebs-Chef Jochen Goller schon vor rund einem Jahr bestätigt hat, beobachtet BMW den Escapism-Trend mit großem Interesse. Kein Wunder: Wenn selbst die Kunden von Porsche 911 und Lamborghini Huracán nach Offroad-Varianten mit zusätzlichem Abenteuer-Flair verlangen, könnte sicher auch die M GmbH ein entsprechendes Sondermodell auf den Markt bringen.
Die im Vergleich zum M2 Coupé deutlich naheliegendere Basis wäre hierfür sicher der praktische M3 Touring, der gestern allerdings schon für einen anderen Aprilscherz herhalten musste und virtuell zum BMW M3 GT3 Touring umgebaut wurde.
Für alle M2-Kunden, die mit ihrem Kompaktsportler gelegentlich auch jenseits asphaltierter Straßen schnell unterwegs sein wollen, gibt es zumindest ein kleines Trostpflaster: Der BMW M2 mit M xDrive ist längst beschlossene Sache und dürfte Ende 2026 in den Handel kommen. Dann gibt es nicht nur einen vollvariablen Allradantrieb, sondern vermutlich auch eine weitere Leistungssteigerung für den Biturbo-Reihensechszylinder S58: Während die heckgetriebenen G87 seit einigen Monaten mit 480 PS antreten, könnte der Allrad-M2 die 500-PS-Marke knacken.
(Fotos: BMW M)
Seit dem enormen Erfolg des BMW M3 Touring (G81) und der großen Nachfrage nach dem M5 Touring (G99) ist man in Garching offenbar auf den Geschmack gekommen und denkt – zumindest an Tagen wie dem heutigen 1. April – über weitere extreme Kombis nach. Die jüngste Vision lässt uns von einem BMW M3 GT3 Touring träumen, der die extreme Performance des aktuellen BMW M4 GT3 Evo mit der markanten Karosserie des M3 Touring kombiniert und so einen der krassesten Performance-Kombis aller Zeiten in Aussicht stellt.
Der BMW M3 GT3 Touring kommt nicht nur mit den dramatisch verbreiterten Kotflügeln des Renn-M4, sondern auch mit einem riesigen Heckflügel: Der XXL-Flügel ist direkt an der Heckklappe befestigt und verspricht gemeinsam mit dem schwarz abgesetzten Diffusor erheblich mehr Anpressdruck an der Hinterachse. Die Front wird unterdessen von einem großen Splitter auf den Asphalt gedrückt. Der Kombi-Karosserie zum Trotz kommt der GT3-Rennwagen natürlich mit nur einem Sitz für den Fahrer, der zudem weit nach hinten versetzt ist. Statt Rückbank und Gepäckraum sehen wir einen Überroll-Käfig, der im Fall der Fälle für zusätzliche Stabilität und Sicherheit sorgen würde.
Genau wie der BMW M4 GT3 Evo könnte auch die Rennversion des M3 Touring vom Biturbo-Reihensechszylinder P58 angetrieben werden und je nach Balance of Performance bis zu 590 PS an die Hinterräder schicken – und das bereits gemäß der offiziellen Angabe, die tendenziell eher etwas zu tief stapelt. Anders als der Serien-G81 würde der GT3-Touring zugunsten des Gewichts auf Allradantrieb verzichten.
Und auch wenn es sich bei den aktuellen Bildern nur um ein Phantasie-Objekt handelt: Eigentlich ist es mit Blick auf die Leidenschaft der Tuning-Szene spätestens jetzt nur noch eine Frage der Zeit, bevor sich ein erster Liebhaber an die Realisierung eines Hyper-Kombis im Stil des BMW M3 GT3 Touring heranwagt und der G81-Geschichte damit die Motorsport-Krone aufsetzt.
(Fotos: BMW Motorsport)
Das europäische Kartellrecht bringt der BMW Group erneut eine Millionen-Strafe ein: Die EU-Kommission hat gegen insgesamt 15 Autobauer Millionen-Bußgelder verhangen, weil sich diese zum Thema Recycling abgesprochen hätten. Neben BMW sind auch Volkswagen, Ford, Opel, Toyota, Volvo, Jaguar, Honda, Hyundai, Mitsubishi, Suzuki, General Motors und die Stellantis-Gruppe betroffen. In Summe müssen die 15 Autobauer 458 Millionen Euro zahlen. Und was ist mit Mercedes? Nun, die Schwaben waren zwar ebenfalls an den nun als illegal eingestuften Absprachen beteiligt, dann aber das gesamte Kartell in Brüssel offengelegt – und entgeht damit einer Strafzahlung, die sich anderenfalls auf 35 Millionen Euro belaufen hätte.
Auf die BMW Group entfallen 24,587 Millionen Euro oder knapp 5,5 Prozent der Strafe. Volkswagen muss mit 128 Millionen Euro die höchste Strafe zahlen, aber auch Renault, Stellantis und Ford liegen mit 81, 75 respektive 41,4 Millionen Euro deutlich über dem Bußgeld für BMW. Der Vorwurf der EU-Kommission lautet, dass sich die beteiligten Autobauer zwischen Mai 2002 und September 2017 dazu abgesprochen haben, Verbraucher nicht hinreichend transparent über die Recycling-Frage der von ihnen in Verkehr gebrachten Fahrzeuge informiert zu haben. Da alle Firmen keine konkreten Angaben gemacht haben, war es für Verbraucher faktisch unmöglich, die Recycling-Fähigkeit eines Fahrzeugs in die Kaufentscheidung einfließen zu lassen.
Der zweite Vorwurf an die Autobauer betrifft eine Absprache, nach der Entsorgungsfachbetriebe nicht für das Recycling ausgedienter Fahrzeuge bezahlt werden. Die unter den Firmen abgesprochenen Verträge gegenüber Recycling-Firmen erlaubten es, trotz scheinbarer Vielfalt mit einer Stimme zu sprechen und die betroffenen Unternehmen so davon zu überzeugen, dass die Verwertung der Materialien als “Bezahlung” ausreichen müsse. Im Gegensatz dazu schreibt eine Direktive der EU vor, dass Autobauer für das Recycling am Lebensende zahlen müssen.
Neben den Autobauern steht auch der Verband ACEA im Fokus der EU-Kommission, denn dieser habe die Absprachen koordiniert und mehrere Gesprächsrunden zum Thema organisiert. Die EU verhängt deshalb auch gegen den ACEA ein Bußgeld in Höhe von 500.000 Euro.
Mit Blick auf das Datum könnte mancher diese Nachricht für einen Aprilscherz halten, aber diesen BMW M5 (E39) mit Zehnzylinder-Motor gab es wirklich – und es war kein Versuchsträger für das V10-Triebwerk des E39-Nachfolgers (E60) aus Garching, sondern ein Geheimprojekt für den damals in der Entwicklung befindlichen W10-Motor von Volkswagen. Die Wolfsburger entwickelten rund um die Jahrtausendwende extrem leistungsstarke W-Motoren, doch der gesamte Konzern konnte keine geeignete Basis zur Erprobung eines solchen Triebwerks bieten.
Die Lösung war ein Blick über den Tellerrand, denn mit dem BMW M5 der Generation E39 gab es eine extrem potente Power-Limousine mit ausgeglichener Gewichtsverteilung und ausreichend Platz im Motorraum. So entschieden die Wolfsburger, den 5,0 Liter großen V8-Sauger aus Garching durch eines Prototypen ihres neuen W10-Motors zu ersetzen und schufen so einen der ersten Zehnzylinder-M5. DriveTribe hat den einst geheimen Versuchsträger aufgespürt und zeigt in einem Video, dass er noch immer beeindrucken kann:
Dank der vergleichsweise unauffälligen Hülle konnte der knapp 500 PS starke Zehnzylinder unerkannt im öffentlichen Straßenverkehr erprobt und ausführlich getestet werden. Vom Komfort und der alltagstauglichen Abstimmung des regulären M5 blieb dabei nicht alles erhalten: Das Cockpit kommt mit einem provisorischen Ersatz für die originalen Rundinstrumente und auch rudimentäre Assistenzsysteme wie ABS oder ESP waren und sind im Prototypen nicht verfügbar.
Zwar brachte Volkswagen nie einen W10-Motor in Serie, aber es gab durchaus enge Verwandte in den Showrooms: Angefangen vom VW Passat W8 über den in Audi A8 und VW Phaeton angebotenen W12 bis zum 8,0 Liter großen W16-Triebwerk des Bugatti Veyron waren exotische W-Motoren bei Volkswagen ein spannendes Nischenthema.
Insgesamt wurden wohl drei Exemplare des W10-Motors gebaut, um möglichst viele Kilometer und damit auch Erfahrungen sammeln zu können. Der damalige BMW M5 war dafür offenbar eine hervorragende Basis, denn er fährt noch heute – wenn auch nur noch selten.
Wer das Einzelstück fahren will, hat nun tatsächlich die Chance dazu: Der weltweit einzige W10-M5 könnte verkauft werden, wenn jemand den aufgerufenen Preis von rund 500.000 US-Dollar zahlen will. Als Bonus gibt es dann das Wissen, dass auch Ferdinand Piëch schon viele Kilometer mit genau diesem Fahrzeug gefahren ist.
Die dynamischen Rückleuchten der aktuellen MINI-Palette erhalten ein neues Feature: Der neue Emoji-Modus ist perfekt für den urbanen Verkehr und macht es jetzt noch einfacher, kleine Botschaften an Hinterherfahrende zu senden. Auf den ersten Fotos sehen wir den MINI Aceman JCW (J05), dessen Leuchten ein freundliches Winken, einen erhobenen Daumen und gleich mehrere Herz-Gesten für den einen oder anderen kleinen Flirt zwischendurch oder auch als kleinen Dank für etwas Rücksicht im Straßenverkehr zeigen.
Der neue Emoji-Modus soll im Lauf des 1. April per Over-the-Air-Update auf sämtliche aktuellen MINI-Modelle aufgespielt werden, die bereits über dynamische Rückleuchten verfügen. Das am Heck gezeigte Emoji lässt sich ganz einfach über das kreisrunde OLED-Display auswählen, das auch dank seiner 24 Zentimeter Durchmesser eine große Auswahl verschiedener Emojis anzeigen kann. Aus rechtlichen Gründen darf das Emoji stets nur für 3 Sekunden angezeigt werden. Beim Bremsen leuchtet die Emojis gemeinsam mit der dritten Bremsleuchte auf.
Je nach Fahrsituation macht der MINI dabei gleich drei Vorschläge, die am besten zur aktuellen Stimmung des Fahrers passen könnten. Zum Marktstart ist die Auswahl der Emojis auf positive und freundliche Zeichen beschränkt, aber mit einem der nächsten Software-Updates könnten auch weitere Symbole freigeschaltet werden – schließlich ist klar, dass es im Straßenverkehr nicht nur positive Emotionen gibt und manche Hinterherfahrende auch weniger freundliche Symbole verdient haben.
Mit der Neuen Klasse könnten ähnliche Funktionen auch bei BMW Einzug halten: Das markante Heckleuchten-Band erstreckt sich fast über die gesamte Breite des Fahrzeugs und bietet so jede Menge Raum für mehr oder weniger versteckte Botschaften. Zumindest bis zum 1. April 2026 soll der Emoji-Modus aber exklusiv der Marke MINI vorbehalten bleiben.
(Fotos & Infos: MINI Frankreich)
Der Traum von der eingebauten Vorfahrt wird endlich Realität, wenn auch mit gewissen Einschränkungen: Mit dem Left Lane Assistant Plus bringt BMW ein innovatives Feature in den ConnectedDrive Store, das gerade Vielfahrer begeistern dürfte. Das neue Assistenzsystem macht sich einerseits die Vernetzung zwischen hunderttausenden Fahrzeugen mit ConnectedDrive und fahrzeugeigener SIM-Karte zu Nutzen, andererseits aber auch die immer leistungsfähigeren Assistenzsysteme.
Die Idee hinter dem Left Lane Assistant Plus ist denkbar einfach: Er sichert dem Fahrer ein Vorrecht auf der linken Spur und steigert das Überholprestige auf eine ganz neue Art und Weise. Das Software-basierte Feature nimmt dafür nicht nur Einfluss auf die eigenen Assistenzsysteme, sondern sendet auch aktive Botschaften an andere Fahrzeuge der BMW Group. Egal ob MINI, Rolls-Royce oder eben BMW: Wenn sich von hinten ein BMW mit aktiviertem Left Lane Assistant Plus nähert, erhält der Vorausfahrende einen unmissverständlichen Hinweis auf seinem Infotainment-System und wird zum Verlassen der linken Spur aufgefordert.
Ignoriert der Fahrer die Hinweise für länger als 30 Sekunden und bleibt trotz ausreichend großer Lücken auf der linken Spur, motiviert ein zunehmend lauter werdender Piepton zum Spurwechsel. Etwas angenehmer trifft es die Fahrer von Fahrzeugen mit Autobahnassistent, denn diese leiten selbständig einen sicheren Wechsel auf die mittlere oder rechte Spur ein. Dieser Spurwechsel lässt sich nur durch starkes Gegenlenken und gleichzeitigen Kickdown übersteuern.
Wie sich die Vorzüge des Left Lane Assistant Plus auch bei Langsamfahrern anderer Marken umsetzen lassen, ist derzeit noch Gegenstand von Experimenten. BMW will sich hierbei noch nicht in die Karten schauen lassen, deutet aber erste Erfolge der eigenen Software-Experten an: Hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass der Left Lane Assistant Plus “möglicherweise auch bei ausgewählten Fahrzeugen anderer Hersteller” funktionieren könnte.
Wer den Left Lane Assistant Plus buchen will, muss sich mit einem Preis von 99 Euro pro Monat anfreunden. Im Preis enthalten ist der Fernlichtassistent, der den Fahrer im Fall von älteren Fahrzeugen auf der linken Spur durch automatisches Drängeln mit der Lichthupe entlastet.
Treffen zwei BMW mit aktiviertem Left Lane Assistant Plus aufeinander, ermittelt das System anhand der in den letzten fünf Minuten gefahrenen Durchschnittsgeschwindigkeit, wer es wirklich eiliger hat. Nur wer dabei den Kürzeren zieht, muss die linke Spur auch mit Left Lane Assistant Plus frei machen.
Dass Chris Harris den neuen BMW M5 (G90) für eine ziemlich brillante Power-Limousine hält, hat sich inzwischen herumgesprochen. Dennoch war es dem für seine spektakulären Drift-Videos bekannten Brite bisher nicht vergönnt, den V8-Hybrid bezüglich seiner Qualitäten im Driften unter die Lupe zu nehmen: BMW UK hatte ihn gebeten, bei aller Liebe für die sehenswerten Aufnahmen auf ein wildes Drift-Video zu verzichten. Nachdem er den M5 für knapp 4 Monate im Alltag gefahren ist, gab es nun aber doch die Erlaubnis zum Driften – und sogar noch einen Satz Ersatz-Reifen vom Typ Michelin Pilot Sport 5 S mit dazu.
In seinem jüngsten Video sehen wir Chris Harris aber zunächst im 4WD-Modus über den Thruxton Circuit in Südengland jagen, wobei er sich von der Performance des ohne Frage sehr schweren BMW M5 beeindruckt zeigt. Die besten Aufnahmen erhalten wir allerdings ab Minute 7:45, denn nun wird der 2WD-Modus des M xDrive aktiviert und DSC komplett deaktiviert. Der BMW M5 schickt nun die volle Kraft von 727 PS und 1.000 Newtonmeter an die beiden Hinterräder und mutiert damit zur Drift-Maschine, mit der sich die Traktions-Limits der Hinterräder in jeder Kurve mühelos überwinden lassen:
Wer bisher Zweifel daran hatte, ob sich die 2,5 Tonnen schwere Limousine auch im fahrdynamischen Grenzbereich souverän kontrollieren lässt, erhält in diesem Video die Antwort. Aber Chris Harris geht noch weiter und bezeichnet den BMW M5 als mit Abstand beste Hybrid-Limousine, die er jemals gefahren ist: “ich habe diesen hier viel lieber als jeden AMG oder jeden Audi RS, den es im Moment gibt.”
Auch der Reifen-Verschleiß hält sich dabei in einigermaßen überschaubaren Grenzen, auch wenn die beiden Hinterräder in einigen Szenen weiße Rauchzeichen der bedingungslosen Kapitulation abgeben. Als Chris Harris schließlich im fünften Gang einen langgezogenen Drift mit über 100 Meilen pro Stunde fährt, meldet sich das M Differenzial an der Hinterachse und verlangt nach einer Pause zum Abkühlen – doch auch diese vermeintliche Schwäche verzeiht Harris, schließlich dürfen Bauteile eines Serien-Fahrzeugs nach dieser Form des Missbrauchs durchaus einmal überhitzen.
Für alle Online-Kritiker des M-Hybriden hat der Drift-Profi gleich zu Beginn des Videos ein paar Grußworte integriert: “Oddly enough all the people on the internet, that hate the car, have never driven it“…
Mit dem 1. Januar 2026 beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte von Alpina, denn bekanntlich wird die Buchloer Marke der Familie Bovensiepen ab dem kommenden Jahr von der BMW Group weitergeführt. Was genau die Münchner mit der Edelmarke vorhaben, wurde bisher gut unter Verschluss gehalten. Nun gibt es immerhin erste Gerüchte zu den ersten beiden Fahrzeugen, die BMW unter der Marke Alpina auf den Markt bringen könnte – und wenn diese stimmen, sind die Änderungen an 7er und X7 tiefgreifend genug für einen eigenen internen Code, wie ihn bisher nur die High Performance-Modelle der M GmbH, die Langversionen und der schwer gepanzerte 7er erhalten haben.
Laut BimmerPost-User ynguldyn kommt im Sommer 2026 der Alpina B7-Nachfolger auf Basis des BMW 7er Facelift (G70 LCI), er könnte dann aber das interne Kürzel G72 tragen. Die bisherige Fokussierung auf einen einzigen Antrieb mit V8-Triebwerk könnte dabei ebenso entfallen wie der Name B7, stattdessen seien drei sehr verschiedene Leistungsstufen und Motoren geplant: ein Alpina 740 xDrive mit Sechszylinder, ein Alpina 760 xDrive mit V8 und ein elektrischer Alpina i7 70 xDrive. Dieser Ansatz würde bedeuten, dass BMW die Marke Alpina anders als bisher positionieren würde: mehr Fokus auf Luxus, aber zumindest im Fall des Einstiegsmodells 740 auch weniger Exklusivität bei den Antrieben.
Für das von den regulären Modellen abweichende Kürzel könnte es mehrere Gründe geben, die von einem verlängerten Radstand über spezielle Fahrwerkstechnik bis hin zu tiefgreifenden Änderungen an der Karosserie reichen. Wahrscheinlich ist auch, dass BMW die kommenden Alpina-Modelle optisch eigenständig positioniert und zumindest mit einigen exklusiven Details ausrüstet, die für den Rest der Modellpalette nicht erhältlich sein werden.
Schon im Herbst 2027 könnte ein Alpina XB7-Nachfolger kommen, der auf dem kommenden BMW X7 (G67) basiert und angeblich das interne Kürzel G69 tragen wird. Auch hier sind verschiedene Varianten denkbar, die von einem BMW Alpina X7 40 xDrive über eine V8-Version Alpina X7 60 xDrive bis hin zum elektrischen BMW Alpina iX7 100 xDrive reichen.
Ob alle Alpina-Varianten auf allen Märkten angeboten werden, bleibt für den Moment natürlich noch offen: Gerade V8-Modelle wie der aktuelle BMW 760i (G70) werden in Europa gar nicht angeboten, auch wenn der Antrieb für den Einsatz im 760i Protection (G73) prinzipiell homologiert wurde. So gesehen könnte der BMW Alpina 760 2026 auch die Chance für deutsche V8-Fans werden, sich noch einmal einen aktuellen 7er mit Achtzylinder zu kaufen – aber für den Moment steht hinter dieser Gelegenheit auf jeden Fall noch das eine oder andere Fragezeichen.
(Fotos: Alpina)
Ungewöhnlich detailliert sehen wir den BMW X5 Protection VR6 in einem neuen Foto-Set aus Prag. Das schwer gepanzerte SUV basiert auf dem aktuellen X5 Facelift (G05 LCI) und ist normalerweise kein Fan der Öffentlichkeit, gerade aus der Nähe lassen sich die gepanzerten Fahrzeuge eigentlich nur ungern fotografieren. Die nun von BMW Tschechische Republik veröffentlichten Fotos zeigen jedoch zahlreiche Details, die uns eine Ahnung vom Aufwand liefern, der in die Panzerung und damit den Schutz der Insassen in absoluten Extremsituationen fließt.
Genau wie beim BMW 7er Protection gilt auch beim X5, dass der wichtigste Schutz die vergleichsweise seriennahe Optik ist: Den meisten Betrachtern dürfte ein gepanzerter X5 im regulären Straßenbild kaum auffallen und natürlich kann er sich auch in einer zügig fahrenden Kolonne mit mehreren dunklen SUV unauffällig einreihen. Dank des 530 PS starken V8-Biturbo des X5 M60i ist jederzeit genügend Kraft vorhanden. Wer auf Details achtet, kann den BMW X5 Protection VR6 aber durchaus erkennen: Vor allem die dunklen schwarzen Ränder rund um die Scheiben verraten die Panzerung, hinzu kommen optionale Details wie die in den Nieren platzierten Blitz-Lichter für Einsätze mit Sonderrechten.
Beim Blick in den Innenraum fallen nicht nur die zentimeterdicken Scheiben ins Auge, wir sehen auch die speziellen “Cupholder” des gepanzerten X5: Wo normalerweise Coffee-to-go-Becher oder andere Gegenstände landen, finden sich im Fall des BMW X5 Protection eine Vielzahl von Knöpfen für Spezial-Funktionen. Hierzu zählen beispielsweise eine Sprechanlage für die Kommunikation mit Außenstehenden, aber auch die Steuerung der Lichtsignale – und mehrere Blindtasten deuten an, dass es durchaus noch weitere Funktionen geben könnte.
Ein auffälliges Detail ist auch die zweite Heckscheibe des BMW X5: Neben der eigentlichen Heckscheibe verfügt die Protection-Ausführung offenbar noch über eine zweite Scheibe, die den Innenraum und damit die Fahrgäste vor Beschuss schützen soll. Unterm Strich verspricht BMW, dass der X5 die Anforderungen der Schutzklasse VR6 erfüllt und die Insassen beispielsweise vor Angriffen mit einer AK-47 schützen soll. Wie ein X5 VR6 nach einem Beschusstest aussieht, zeigen diese Fotos vom Vor-Facelift-Modell.
Noch mehr Schutz bieten die neuen BMW 7er & i7 Protection (G73), die je nach Bedarf sogar die Anforderungen der Widerstandsklassen VR9 oder VR10 erfüllen können.
(Fotos: BMW Tschechische Republik)
Das BMW Werk Regensburg zählt derzeit zu den drei größten Werken im Produktionsnetzwerk der BMW Group, aber die hohe Nachfrage macht einen weiteren Ausbau zur Vergrößerung des Produktions-Volumens erforderlich: Mit einem neuen Karosseriebau in Neutraubling (Werksstandort 6.12) wächst die Kapazität um mehr als 120 weitere Karosserien pro Tag. Die hier gebauten Karosserien werden direkt ins Werk Regensburg geliefert, wo die weltweit hohe Nachfrage derzeit nur durch Arbeit im rund um die Uhr ununterbrochenen 3-Schicht-Betrieb bedient werden kann. Insgesamt laufen derzeit mehr als 1.400 Fahrzeuge pro Arbeitstag vom Band, konkret wird alle 57 Sekunden ein Neuwagen fertiggestellt.
Wenig Zeit benötigte auch der Aufbau des neuen Karosseriebaus in Neutraubling: Aus dem bisherigen Logistik-Bereich wurde in weniger als 12 Monaten der neue Karosseriebau. Ergänzend zur rund 40.000 Quadratmeter großen Halle sind noch vier Anbauten mit weiteren 1.000 Quadratmetern Fläche entstanden. Schon im Januar liefen die ersten Test-Karosserien vom Band, seit Anfang März folgte der Hochlauf der Serienproduktion für den BMW X1. In der neuen Anlage arbeiten 294 Roboter und 238 Schweißzangen ermöglichen es, an jeder einzelnen Karosserie bis zu 4.771 Schweißpunkte zu setzen.
Für die enorme Steigerung des Regensburger Produktions-Volumens – 2024 wurden rund 104.000 Fahrzeuge mehr gebaut als im Vorjahr – ist die ungebrochen hohe Nachfrage nach dem BMW X1 (U11) und seinem elektrischen Ableger iX1, aber auch der Erfolg des dynamischer gestalteten Duos BMW X2 und iX2 (U10) verantwortlich. Die beiden Elektro-Variante stehen gemeinsam mit dem Plug-in-Hybriden BMW X1 xDrive30e für rund ein Drittel der in Regensburg gebauten Fahrzeuge, wobei der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge in den letzten Jahren stark zugelegt hat.
Die nächsten Umbaumaßnahmen sind unterdessen schon geplant: In der Sommerpause 2025 soll das Werk Regensburg weiter auf die Neue Klasse vorbereitet werden.
Armin Ebner (Leiter BMW Werk Regensburg): “Unsere Regensburger Produkte BMW X1 und BMW X2 sind bei den Kunden weltweit sehr gefragt. In der neuen Produktionshalle in Neutraubling fertigen wir derzeit über 120 Fahrzeugkarosserien pro Tag – und leisten so einen Beitrag zur Erfüllung der hohen Marktnachfrage.”
Tanja Schweiger (Landrätin des Landkreises Regensburg): “In Zeiten von zunehmenden Herausforderungen ist und bleibt BMW ein wichtiger Akteur in der Automobilindustrie. Die Entscheidung, den Karosseriebau für diese beiden Verkaufsschlager zu erweitern, ist eine klare Strategie für die Zukunft und ein Glücksfall für den Wirtschaftsstandort Landkreis Regensburg.”
Harald Stadler (Bürgermeister von Neutraublings): “Dass Sie Ihr Werk hier erweitern, ist ein starkes Bekenntnis zum Standort und zeigt: Die Wirtschaft fühlt sich wohl bei uns. Als Bürgermeister bin ich auch sehr stolz, wenn BMW Fahrzeuge mit Karossen ‚made in Neutraubling‘ weltweit auf den Straßen unterwegs sind.”
Ein Drag-Race gegen einen Porsche 911 GTS ist für fast jedes Auto eine echte Herausforderung und es ist kein Zufall, dass die Sportwagen-Ikone aus Zuffenhausen von praktisch jedem Laien als klarer Favorit im Duell gegen ein Mittelklasse-Coupé wahrgenommen werden dürfte. Der im vergangenen Jahr mit dem T-Hybrid genannten Antrieb aktualisierte Porsche 911 GTS (992.2) kommt nun mit einer Systemleistung von 541 PS, weil der 3,6 Liter große Sechszylinder-Boxer im Heck auch noch von einer 40 kW und 150 Newtonmeter starken E-Maschine unterstützt wird.
Mit einer Werksangabe von 3,0 Sekunden für den Sprint auf 100 und 312 km/h Höchstgeschwindigkeit ist klar, dass der 911 GTS nur wenige Gegner wirklich fürchten muss. Auf dem Papier gilt das auch für den BMW M4 CS (G82 LCI), denn dem 550 PS starken Garchinger fehlen mit offiziell 3,4 Sekunden und 302 km/h in beiden Disziplinen die letzten Prozente. Im Drag-Race von Mat Watson und CarWow zeigt sich allerdings ein weiteres Mal, dass Papier mitunter geduldig sein kann und das Rennen in der Praxis wesentlich enger als erwartet läuft. Gleich im ersten Rennen zeigt der BMW M4 CS ab Minute 2:50, dass mit ihm nicht zu spaßen ist – und auch im zweiten Rennen zeigt der Bayer dem Schwaben die Heckpartie mit ihren Laser-Rückleuchten.
Auch die folgenden Rennen zeigen, dass sich das Duell zwischen den beiden Coupés auf den allerersten Metern entscheidet: Die Reaktionszeit des Fahrers und die Launch-Control geben den Ausschlag, wer auf den ersten Metern ein paar Meter vorne liegt – und keines der Fahrzeuge ist in der Lage, einen hier eingefahrenen Rückstand auf der Viertelmeile wieder umzukehren. So präsentieren sich alle fünf Läufe als enges Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei der Porsche 911 GTS schließlich knapp mit 3:2 gewinnen kann. Beide Fahrzeuge realisieren dabei eine identische Bestzeit von 10,7 Sekunden.
Auch bei den rollenden Starts ab Minute 9:10 präsentieren sich BMW M4 CS und 911 GTS als Rivalen auf Augenhöhe: Beim ersten Versuch mit Alltags-Einstellungen liegt der BMW vorn, beim zweiten Versuch mit maximal auf Sport getrimmtem Setup liegt der Porsche knapp vorn. In den weiteren Versuchen mit unterschiedlichen Gängen und Start-Geschwindigkeiten zeigt sich, dass die Vorteile von der jeweiligen Getriebe-Übersetzung beziehungsweise den gewählten Rahmenbedingungen mal hier und mal da liegen können.
Dass der BMW M4 CS zum Schluss auch noch den Bremstest aus 100 Meilen (ca. 160 km/h) für sich entscheiden kann, rundet die starke Gesamt-Performance des Garchingers ab. Noch beeindruckender wird die M Performance, wenn man sich statt des M4 einen kaum langsameren BMW M3 CS Touring vorstellt, der ganz ähnliche Fahrleistungen mit einem wesentlich größeren Kofferraum vereint.